Keyboardforum by Musiker Lanze

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  1. #1
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    Standard Nebentätigkeit als Alleinunterhalter/DJ

    Hallo Zusammen

    Da hier im Forum ja einige regelmäßig als Musiker auf Hochzeiten etc unterwegs sind, habe ich als Neuling ein Paar Fragen:

    Wenn ich zusätzlich zu meinem Hauptberuf als Alleinunterhalter (und DJ) arbeiten möchte, welche Dinge gilt es zu beachten. (Einverständnis meines Arbeitgebers liegt vor)

    -Muss ich ein Gewerbe anmelden?
    -Welche Kosten (steuerliche Abzüge) entstehen durch die Tätigkeit?

    Der Verdienst aus diesem Hobby wird deutlich unter 200€ liegen, da es höchstens zu einem Auftritt pro Monat kommen wird. Die Auftritte werden alle bei privaten Feiern wie Hochzeiten etc. statt finden.

    Im Forum habe ich schon nach diesen rechtlichen Aspekten gesucht, aber war dabei nicht so recht erfolgreich.

    Bisher war ich ausschließlich bei Feiern innerhalb der Familie oder den engen Bekanntenkreis mit meinem KN 6000 und Korg Triton Studio unterwegs.

    Über eine Antowrt würde ich mich sehr freuen.

    Gruß Torben

  2. #2
    XL Member Avatar von Jens
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    Blinzeln

    -Muss ich ein Gewerbe anmelden?
    -Welche Kosten (steuerliche Abzüge) entstehen durch die Tätigkeit?


    Moin Torben,

    da mach Dir man keine größeren Gedanken drüber.
    Bei dem von Dir beschriebenen Umfang der Auftritte wird das
    für Dich keine steuerlichen Probleme geben. Du darfst ja
    in gewissem Maße dazu verdienen.
    Mit dem Gewerbe musst Du selbst mal überlegen ob sich das
    wirklich lohnt. Was tätigst Du für Investitionen etc. ??
    Wenn Du ganz sicher gehen willst, lässt Du Dir das nochmal von
    jemandem erläutern der sich steuerlich und gerwerbetechnisch mit
    steuerlicher Betreuung von Muckern auskennt.
    Vielleicht haben wir ja auch hier im Forum jemanden der Steuerberater o.ö. ist.
    Ich denke aber bei Deinem Vorhaben kannst Du munter drauf los spielen.
    Viel Spass dabei
    Gruss
    Jens

    ... falls jemand meine Schreibfehler haben wollte,-... zu spät, hab sie gerade korrigiert,-
    ja ja, wenn man tausend Sachen auf einmal im Kopf hat und in Eile ist...
    Geändert von Jens (15.03.2012 um 19:40 Uhr) Grund: Schreibfehler

  3. #3
    Newbie
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    Standard

    Nabend Jens, danke für die Antwort,

    Ich würde den Aufwand auch gerne sehr gering halten, möchte aber dennoch einen rechtlich einwandfreien Weg gehen. Daher die Frage.

  4. #4
    Administrator Avatar von Musiker Lanze
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    Standard

    Zitat Zitat von Jens Beitrag anzeigen
    Vielleicht haben wir ja auch hier im Forum jemanden der Steuerberater o.ö. ist.
    Haben wir......
    Du kannst ja mal dahingehend den Werlitzsch (Günther) `ne PN schicken. Vielleicht kann er Dir da weiter helfen.

  5. #5
    Profi Member Avatar von Rico1
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    Standard

    Hallo, ich stand vor ca. 12 Jahren vor dem gleichen Problem.
    Was tun?

    Ich hab mich dann entschieden eine Nebengewerbe (Kleinstunternehmerreglung) anzumelden.

    Ca. 2 Jahre später hat mich dann ein gekränkter DJ, der einen Job nicht bekommen hatte (dafür aber ich), beim Finanzamt angezinkt.

    Es folgte eine Prüfung durch die Oberfinanzdirektion Dresen.
    Allerdings war alles im "grünen Bereich"

    Ich war froh, dass ich alles ordnungsgemäß angemeldet hatte.

    Ich mach im Grunde eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung und versteuere den Gewinn einfach mit meiner normalen Lohnsteuererklärung.

    So geht man auf Nummer Sicher und alles ist gut.

    Gruß Rico
    Musik verbindet


    Unterwegs mit:

    Tyros 4, Akkordeon mit Limex Midi, Gitarre, VL 2

  6. #6
    LESSISMORE
    Gast

    Standard

    Hallo Rico
    warum die Anmeldung als Kleinstunternehmer ?
    Darin sehe ich keinen Sinn.
    Die Musik ist eine künstlerische Tätigkeit, wei z.B. bei Zauberern und
    muss nicht als Gewerbebetrieb gemeldet werden.
    Ausnahme ist allerdings das Überschreiten eines bestimmten Jahreseinkommens. Das ist auf jeden Fall 5-stellig.

    Ich habe früher meine Einkünfte trotzdem mit meinem Einkommen aus
    nichtselbständiger Tätigkeit zusammen beim Finazamt deklariert.

    Dazu habe ich auch eine einfache Gewinn- und Verlustrechung gemacht.
    Das alles ohne Gewerbeschein.
    So ist man nicht verpflichtet den ganzen Aufwand zu betreiben, wenn
    das Jahr +/- Null ausgegangen ist.

  7. #7
    Profi Member Avatar von Rico1
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    Großhartmannsdorf, Sachsen
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    343

    Standard

    Hallo Wolfgang,

    mehr Aufwand ist es ja auch so nicht.
    Ich mach ja auch nur eine E-Ü-Rechnung.
    Allerdings kann ich so meine Technik auch abschreiben.

    Du hast recht, man muss als Künstler, wenn man unter 17500 € bleibt, sich nicht als Gewerbetreibender anmelden.

    Da gibts ja auch noch diverse Läden wo die Mädels dann auch gern mal einkaufen gehen (Metro u. a.), was nur mit Gewerbeschein geht.

    Gruß Rico
    Musik verbindet


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  8. #8
    Welson
    Gast

    Standard

    Hallo Wolfgang,

    du hast vollkommen recht, Künstler müssen kein Gewerbe anmelden, Dienstleister schon.
    Und was man ist, muss jeder für sich persönlich rausfinden.

    Das Finanzamt teilt grob in zwei Lager:
    Künstler ist, wer eigene Werke und Kreationen darbietet und wenn die Gäste genau wegen dieser Kunst zu der Veranstaltung kommen.
    Dienstleister ist, wer eine Veranstaltung z.B. musikalisch begleitet wie auch z.B. das Catering die Veranstaltung kulinarisch begleitet, und die Gäste nicht wegen dem Musiker kommen, sondern z.B. weil sie vom Brautpaar eingeladen wurden.
    Und wer Coversongs darbeitet und keine eigenen Werke, dürfte schwerlich als Künstler durchgehen.

    Grüße Welson

  9. #9
    King Avatar von Georg
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    943

    Standard

    Diese Diskussion ist eigentlich recht müßig.

    Wie Wolfgang schon feststellte, ist es rein steuerlich und rechtlich völlig egal, ob man ein Gewerbe anmeldet oder nicht. Das Finanzamt interessiert sich dafür nicht, sondern besteuert den Gewinn. Ob man da Künstler ist oder nicht spielt auch keine Rolle.

    Die Abgrenzungen sind eher interessant für Fragen wie die der Pflichtmitgliedschaft in der Künstlersozialkasse oder auch der Beiträge zu einer Berufsgenossenschaft und ähnliches.

    Und der genannte Betrag wiederum hat nichts mit einer Gewerbeanmeldung zu tun, sondern stammt aus dem Umsatzsteuerrecht und definiert den Kleinunternehmer der, wenn er nicht will, keine Umsatzsteuererklärungen abgeben und auch keine Umsatzsteuer abführen muss, aber auch keine Vorsteuer erstattet bekommt.

    Als Kleinunternehmer i. S. d. Umsatzsteuergesetzes gelten Unternehmer, deren Gesamtumsatz im vorangegangenen Kalenderjahr 17.500 EUR nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50.000 EUR voraussichtlich nicht übersteigen wird (§ 19 Abs. I UStG).

    Wer also sein Equipment über die Steuer mitfinanzieren will, muss eben auch solche Dinge berücksichtigen. Wer also Umsatzsteuer erstattet haben will, muss sie auch bei seinen Kunden berechnen und dann abführen, was dann den Effekt auf der Ausgabenseite schon wieder relativiert, weil man wahrscheinlich um 19% höhere Preise am Markt nicht durchsetzen kann.

    Wer als "Unternehmer" unterwegs ist muss im Auge haben, dass er im Zweifel dem Finanzamt eine Gewinnerzielungsabsicht nachweisen muss, wenn er - clever clever - über mehrere Abrechnungszeiträume hinweg immer nur Verluste produziert.

    Und - man kann das noch recht lange fortsetzen - muss man Einnahmen aus dem Verkauf von verkauften Equipment als Einnahmen deklarieren, wenn man de Anschaffung des Equipments über die Betriebsausgaben laufen lässt.

    Man kann sich da auch sehr schnell in einen Zustand der Überbürokratisierung begeben, ohne wirklich namhafte Effekte zu haben.

    Was immer gerne vergessen wird ist der Umstand, dass man im günstigsten Fall einen Anteil der Anschaffungskosten in Höhe des persönlichen Höchststeuersatzes über die Steuer zurückerhält, aber 100% Liquidität abfliessen und die Steuereffekte sich auf mehrere Jahre verteilen. Wer z.B. - hat in einem anderen Forum jemand so gepostet - meint, sich mit einer Neuanschaffung auf Steuer-Null zu bringen, hat nicht begriffen, dass bei diesem Effekt fast die gesamte Anschaffung aus dem Netto finanziert wird.

    Wenn die Menge der Auftritte und der Umsatz sich dann wirklich in namhafter Höhe bewegt, einmal sich die Struktur von einem Fachmann erläutern und einrichten lassen. Danach kann man eigentlich ein solches "Kleinunternehmen" mit den handelsüblichen Steuerprogrammen einschließlich der Erstellung einer Einnahme-Überschuss-Rechnung gut auch selber machen.

  10. #10
    Welson
    Gast

    Standard

    Hallo Georg,

    alles richtig was du schreibst, bis auf den ersten Absatz.
    Es spielt steuerlich eben doch eine Rolle, ob man als Künstler anerkannt ist oder nicht.

    Für den Künstler gilt laut §12 Abs. 2 Nr. 7a UStG der ermäßigte Steuersatz, soweit die Voraussetzungen des § 4 Nr. 20a UStG vorliegen.
    Eine sogenannte "Tanzbelustigung" unterliegt dem Regelsteuersatz Abschnitt 166 Abs. 2 S.6 UStG, also Dienstleister.

    Grüße Welson

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