Keyboardforum by Musiker Lanze

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  1. #11
    Tecknowledgy
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Welson Beitrag anzeigen
    du hast vollkommen recht, Künstler müssen kein Gewerbe anmelden, Dienstleister schon.
    jetzt noch mal meine Verständnisfrage: Wenn man als Musiker (Künstler) weniger als 17500 Euro im Jahr verdient, muss man dies rechtlich gesehen nirgendswo melden, man muss kein Gewerbe anmelden und man muss nichts versteuern? Cool!

    Wird es anders wenn man nebenher auch noch einen anderen Job hat? Meiner Logik zufolge ja..

  2. #12
    Profi Member Avatar von Rico1
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    Standard

    Zitat Zitat von Tecknowledgy Beitrag anzeigen
    jetzt noch mal meine Verständnisfrage: Wenn man als Musiker (Künstler) weniger als 17500 Euro im Jahr verdient, muss man dies rechtlich gesehen nirgendswo melden, man muss kein Gewerbe anmelden und man muss nichts versteuern? Cool!

    Wird es anders wenn man nebenher auch noch einen anderen Job hat? Meiner Logik zufolge ja..
    Haaaaaaalt,

    Versteuern musst Du schon!
    Du gibts Deine Einnahmen dann ganz normal mit Deiner Lohnsteuererklärung an.

    Sonst wäre das ganze Steuerhinterziehnung.

    Gruß Rico
    Musik verbindet


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    Tyros 4, Akkordeon mit Limex Midi, Gitarre, VL 2

  3. #13
    Elite Member Avatar von Kjuv
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    So ist es, und wenn man sich zu mehreren Musikern zusammenschließt (Band o.ä.) kann man beim zuständigen Finanzamt eine Steuernummer für die jeweilige Rechtsform (z.B. GbR) beantragen

  4. #14
    King Avatar von Georg
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    943

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    Man weiß immer gar nicht, woher solche "Sch....hausparolen" immer kommen und wer so etwas in die Welt setzt.

    Wenn Du auftrittst und dafür Geld nimmst, musst Du am Ende des Jahres den Betrag steuerlich erklären, den Du über Deine Kosten verdient hast. Und wie Du das ermittelt hast, musst Du auch erklären. Was dann zu versteuern ist hängt von Deinen Gesamteinnahmen ab. Eigentlich ist es vom Prinzip her ganz einfach. Es gibt da keine Freigrenze.

    Und das mit dem Gewerbe ist die zweite "Sch...parole". Wenn Du als Musiker auftrittst, musst Du kein Gewerbe anmelden

    Nach der Gewerbeordnung sind von der Anmeldung die Tätigkeiten befreit, die nach § 18 EstG

    (1) Einkünfte aus selbständiger Arbeit sind 1.Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit. 2Zu der freiberuflichen Tätigkeit gehören die selbständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit, die selbständige Berufstätigkeit der Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Rechtsanwälte, Notare, Patentanwälte, Vermessungsi....

    Einkünfte aus selbstständiger Arbeit erzielen. Insoweit wäre nach meinem Verständnis der Alleinunterhalter und Musiker künstlerisch tätig. Im Übrigen ändert die Frage der Anmeldung eines Gewerbes nichts an den eigentlich zwingenden Folgen wie Künstlersozialkasse etc. Nur das kommt mit Sicherheit, weil nämlich die Gewerbeämter die Anmeldungen nach gesetzlichen Regelungen bestimmten Stellen mitteilen.

    Einfach bei solchen Dingen vorher einmal ein bisschen googeln. Da klären sich viele Fragen, die merkwürdigerweise alle Nase lang wieder einmal hoch kochen von ganz alleine.

    Um einmal zur Frage, was ist Kunst eine berufene Stimme zu Wort kommen zu lassen hier ein Ausschnitt aus einem entsprechenden Aufsatz
    Die Finanzgerichte haben im Steuerrecht ebenfalls keinen allgemeinen verbindlichen Kunstbegriff „zur Hand“ . Der BFH geht seit dem Jahre 1991 vielmehr dann von einer künstlerischen Tätigkeit aus, wenn die Arbeiten des Steuerpflichtigen nach ihrem Gesamtbild eigenschöpferisch sind und über eine hinreichende Beherrschung der Technik hinaus eine bestimmte künstlerische Gestaltungshöhe erreichen (BFH 11.7.91, IV R 33/90, DStR 91, 1588).
    Und nun ist man genauso schlau wie vorher.

    Etwas klarer wird es zu der reproduzierenden Tätigkeit aber,
    Auch lediglich reproduzierende Tätigkeiten fallen unter die zweckfreie Kunst, so z.B. Darbietungen eines Tanz- oder Unterhaltungsorchesters, vorausgesetzt sie erreichen einen bestimmten Qualitätsstandard. Dabei kommt es in erster Linie auf die bei den Darbietungen sich erweisenden Fähigkeiten der Orchestermitglieder als Musikinterpreten an (BFH 19.8.82, IV R 64/79,BStBl II 83, 7).
    Und nun kann sich jeder da einordnen, wo er sich gerne sehen will.

    (Die beiden Zitate stammen aus dem im Internet zu findenden Aufsatz
    Künstlerbesteuerung Wer ist selbstständig künstlerisch tätig?
    von RAin Kornelia Reinke und RA Matthias Pruns, beide Bonn)

  5. #15
    Welson
    Gast

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    Hallo Georg,

    schön, nun hast du doch noch die Kurve gekriegt.
    Lies nochmal meine beiden Beiträge zum Thema, hab ich was anderes geschrieben?

    Zitat Zitat von Georg Beitrag anzeigen
    Und nun kann sich jeder da einordnen, wo er sich gerne sehen will.
    Klar, jeder kann versuchen, sich einzuordnen, aber schlussendlich muss die zuständige Finanzbehörde die künstlerische Tätigkeit als solche anerkennen.
    Tut sie das nicht, nützen alle Fachaufsätze nichts, weil es eben Ermessenssache ist, wie du ja auch geschrieben hast.
    Also, Dienstleistung geht steuerlich immer, Kunst ordnet das Finanzamt ein.

    Fazit: Ein persönliches Beratungsgespräch beim Steuerberater kostet nicht die Welt, die Steuergesetze ändern sich täglich und sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

    Gruß Welson

  6. #16
    King Avatar von Georg
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    Hannover-Wettbergen
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    Standard

    schön, nun hast du doch noch die Kurve gekriegt.
    Diese Anmerkung verstehe ich nicht.

    Und meine Anmerkung zur Steuer war auch rein ertragssteuerechtlich zu sehen, da es darum bei dem Ausgangspost ging.

    Umsatzsteuerrechtlich ist das in der Tat ein Unterschied.

    Noch einmal zur Abgrenzung. Wer eigene Werke spielt ist eigentlich immer Künstler, da es grundsätzlich nicht auf die Qualität ankommt. Anders ist es eben bei reproduzierenden Anbietern, weil dort die Qualität den Unterschied zwischen Künstler und Dienstleister ausmacht. Einkommensteuer zahlen aber beide, wenn sie mehr einnehmen als Ihre Kosten ausmachen.

  7. #17
    Tecknowledgy
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Rico1 Beitrag anzeigen
    Haaaaaaalt,

    Versteuern musst Du schon!
    Du gibts Deine Einnahmen dann ganz normal mit Deiner Lohnsteuererklärung an.

    Sonst wäre das ganze Steuerhinterziehnung.

    Gruß Rico
    ok Danke Dir! :)

  8. #18
    Stefgre
    Gast

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    Als Künstler müsstest du auch in die Künstlerkrankenkasse, oder?

  9. #19
    Süchtiger Avatar von computabau
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    Huuuuu,
    dass war ja wiedermal spannend

    Resüme ... ich gehe nicht mit meinem Key ins Altersheim spielen .... niemals für Geld ... - so - höchsten, um mich durchzufuttern und das Benzingeld wird gesparrt durch Anreise und Abfahrt mit Taxi und die Rechnung können die dann direkt abrechnen.

    Ach ein Geschenk würde ich dann auch noch annehmen, vorher überlegen - und direkt bestellen, dann wird es mir überreicht - ich habe Geld gesparrt und kein Geld bekommen - hi hi.

    Übrigens etwas ähnliches machen wir hier schon ... ich bin im Tauschring und der Slogen "Tauschen ohne Geld" ... ich gehe mit meiner Bohrmaschine Löscher bohren - Ikeamöbel aufbauen - Hunde gassi führen... und bekomme für meine Zeit pro Stunde eine imagimäre Währung ... dafür kommt dann eine zu mir und schneidet mir die Haare und putzt bei mir Fenster ... alles ohne Geld... ohne Steuer und ohne Schwarzarbeit ... wir tauschen Lebenszeit.

    Ok - in dem Fall hilft es wohl nicht so richtig, der Mugger möchte da schon etwas mehr als nur 3 Stunden Massage, Fensterputzen, Kellerausmisten oder ähnliche "Hilfsarbeiten", aber es ist ne Idee wert.

    schönen Sonntag
    Uta
    :p you can get it if you really want - auch Keybord lernen - but you must try, try and try, try and try

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