Keyboardforum by Musiker Lanze

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  1. #11
    Gott Avatar von Zierenberg
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    Standard Stereo-Wide

    Bei der Arbeit mit stereo-Wide-Bearbeitungen fällt mir auf das man starke Unterschiede zwischen dem linken und rechten Signal bekommt, was man nicht immer in den analysierten Peaks nachvollziehen kann. Da ein und der selbe Peak von zwei völlig unterschiedlichen Signalen eine ganz unterschiedliche Dichte haben kann.

    Da hilft es den Kopfhörer beim Mixen/Editieren hin und wieder zur Kontrolle zu drehen (oder L/R zu vertauschen), da sich auch unsere Ohren separat untem Kopfhörer anpassen.

    PLG´s zum Beispiel von PSP (auch mit MS-Analyzer), auch der SPL Vitalyzer (analog und digital als PLG = Plug-In) kann das stereo-Wide-Panorama dehnen. Leute die mit MS (Mitte/Seite) bzw. Seidechain arbeiten können müssen die Verteilung im Mehrspurmastering (mindestens 4 Kanäle im Master-"Kanal") beachten, es sei denn die PLG´s mischen schon innerhalb der Software, damit kein/e schwammige/r - verwirrende/r Mix/Bearbeitung entsteht.

  2. #12
    Gott Avatar von Zierenberg
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    Standard High Resolutions erstellen

    Viele fragen sich evtl. wie man solche Dateien sinnvoll erstellt.

    Dabei muss man nur das digitale Grundprinzip verstehen, alles andere kann man sich dann ableiten. Ein Foto was digital vergrößert wird ist ohne Algorithmen für das Upscaling das gleiche Bild/die gleiche Information - nur mit mehr Pixel in der Angabe.

    Genauso verhält es sich bei digitalen Format-änderungen. So einfach erhält man also keine sinnvolle "High Resolution" (hohe Auflösung).

    Ein Wandler gibt zum Beispiel das originale CD-Format aus (16Bit und 44,1Khz). Nimmt man diesen nun direkt mit z.B.: 24Bit und 96Khz auf, was ja eine höhere Auflösung ist - hat man noch immer den gleichen Effekt wie bei einer digitalen Foto-Vergrößerung ohne Upscaling-Algorithmen.

    Ist jedoch ein analoges Röhrengerät oder ein Hochvolt-Vorverstärker (60Volt/120Volt) in der analogen Kette zur Neuaufnahme, bekommt das Signal geglättete Transienten, was einem Upscaling -Effekt entspricht. Auch wenn man mehrere CD-Format-Wandler analog passiv oder aktiv summiert und neu in z.B.: 24Bit und 96Khz aufzeichnet - ist das Signal deutlich aufgewertet, da sich der Audio-Strom verbindet und verdichtet.

    Sicherlich arbeiten hochwertige digitale Summierungen indessen auch so.

  3. #13
    Gott Avatar von Zierenberg
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    Standard Compressions-Link & Stereophonie

    Ein Compressor, welcher dafür gedacht ist ein stereo Signal zu bearbeiten, arbeitet so gesehen als verlinkter Dual-Mono-Compressor (je einer pro Seite).

    Das heißt bekommt eine Seite eine Transiente, welche in den eingestellten "Bearbeitungsraum" fällt, dann senkt der Compressor je nach Typ und System diesen Peak nach der Einstellung seiner Bearbeitungsaufgabe ab und zwar Dual-gleich.

    In vielen analogen oder digitalen Geräten kann man diesen internen Link-Modus einstellen, d.h. lösen oder fixieren. Ist der link Modus gelöst oder schlicht bei Dualen Geräten nicht vorhanden, dann arbeiten die Seiten unabhängig von einander. Das hat zur Folge das die Signale deutlich im Stereo-Panorama wandern, das kann man nutzen um den Stereo-Eindruck zu ändern.

    Bei Bässen und stereophonen Stimm-Aufnahmen, sowie positionsabhängigen Instrumenten ist dieser "Link-off" Effekt jedoch häufig unerwünscht, da man sonst "fliegende" Centren bzw. Positionen erhält. Das Bassverhalten kann damit ungewollt variieren...


  4. #14
    Gott Avatar von Zierenberg
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    Standard Windows Media Player

    Häufig wird der Windows Media Player zum Abhören genutzt, das ist dann auch oft der Punkt wo man evtl. zum ersten Mal seit einiger Zeit wieder am Rechner sitzt.

    "Ach wie hatte ich noch mal den Klang damals bei ... eingestellt?"

    "Was so viel Bass, da ging wohl einiges schief, naja..."

    Damit solche Flüchtigkeitsfehler nicht passieren:

    Windows Media Player in kleinem Fenster öffnen und mal mit Rechtsklick unter Erweiterungen den Grafikequalizer überprüfen: ist dieser ausgeschalten? Wenn ja, dann steht oben links "Einschalten". So sollte das nämlich sein,

    dann weiter mal mit den Pfeilen (am Besten den Rechtspfeil benutzen) durchsteppen:

    - Wiedergabegeschwindigkeit sollte auf 1.0 stehen

    - Stiller Modus ist abgeschalten wenn oben links "Einschalten" steht, so wie es sein sollte

    - SRS WOW -Effekte sind abgeschalten wenn oben links "Einschalten" steht, so wie es sein sollte

    - Video-Einstellungen: alle Regler sind mittig positioniert, da man die eigentliche Einstellung am Bildschirm übernimmt (normalerweise), ändert nat. nichts am Sound

    - die Dolby Digital Einstellung zählt nur für Dolby Inhalte, also bei stereo ändert das nichts...

    - Bei der Überblendfunktion sollte in beiden blauen Zeilen am Ende "Einschalten" stehen, dann sind diese deaktiviert

    Soviel dazu...
    Geändert von Zierenberg (16.11.2015 um 00:17 Uhr)

  5. #15
    Gott Avatar von Zierenberg
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    Standard Galvanische Trennung

    Da habe ich mir doch gedacht - das könnte nicht jeder wissen, also Tastatur her und schreib ich noch was:

    Kennt ihr eine galvanische Trennung? Welchen Sinn diese hat und wann und wo die im Audiobereich eingesetzt wird? Hat diese nur Vorteile?

    Die galv. Trennung mal einfach erklärt anhand der berühmten s/pdif - digitalen Leitung: Diese gibt es als optischen (Glasfaser) und als elektrischen (Chinch/Coaxialen) Leiter. Über eine Leitung wird z.B.: der digital-codierte stereo - "Audiofluss" übertragen.

    Die galvanische Trennung gibt es hier bei der optischen Variante. Da das gesendete Licht (in etwa: an/aus = digital 0 und 1) keinen Stromkontakt ermöglicht, können auch keine Probleme mit schlecht geschirmten Leitungen (Übersprechen, Einstreuen, etc.) auftreten...

    ...ah, also besser? Jaein! Warum Jaein? Nunja, wenn ein normaler PC im Ausgang die galvanisch getrennte s/pdif zur Außenwelt nimmt, dann hat man einen klaren Vorteil. Warum? Weil gerade PC´s im Grundsatz keine optimierten Audio-Geräte darstellen. Gewiss hat jeder schon mal die Bewegung der Maus im angeschlossenen Kopfhörer wahrgenommen, eine Auswirkung dessen.

    Jedoch im Grundprinzip ist der elektrische coaxiale s/pdif die höchstqualitative Variante. Jeder der meint das dort digital alles gleich sein müsste irrt sich. Dieses Wissen habe ich mir auch nicht ausgedacht sondern persönlich bei einem der besten deutschen Fachleuten, wenn es um analog/digitalem Wissen geht nachgefragt.

    Als Erklärung wurde mir zum Verstehen genannt, das keine "Formatänderung in ein anderes Medium", wie das opt. Licht geschehen braucht und man von daher auch keine Wandlungsverluste haben muss.

    Die gal. Trennung verhindert also ein Übersprechen also ein Interagieren von Strömen, was in dem Falle negativ ausfallen würde, also unerwünscht ist (Thema Brummschleife).

    Galv. Trennungen gibt es auch elektrisch auf Übertrager - Basis als sogenannte DI. Hier passiert auf elektrischem Wege auch eine Entkoppelung. Doch diese Übertragung führt zu Verlusten, diese versucht man allgemein möglichst gering zu halten.

    Ein typisches Beispiel wäre: mehrere Klangerzeuger an einem analogen Mischpult verursachen häufig ein Brummen. Abhilfe schaffen also DI´s, welche (ich nehme an) die Masse klever entkoppeln oder gewisse Teile der Ströme nicht rückfließen lassen, wie auch immer: Galvanische Trennung verstanden? Evtl. so Bisschen wie ein Staudamm, eine Richtung verändert ja, andere nein. Zumindest erklärt es sich so einfach...

    Man könnte jetzt auch die Wiki zitieren, aber ob das besser verständlich ist, sei mal dahin gestellt. Abgesehen davon, Googeln kann ja jeder selbst, welcher daran tieferes Interesse hat.

  6. #16
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    Standard unsymmetrische und symmetrische Leitung

    Chinch, XLR und Klinke, Multicore symmetrisch oder nicht und warum eigentlich - was ist besser und was brauche ich...

    Eine unsymmetrische, analoge Leitung ist eine normale Audioleitung, am Besten man denkt dann immer an ein Boxenkabel, auch das Chinchkabel und das Klinkenkabel gehören dazu. Diese hat technisch per S.E. den besten Klang. Punkt. Und warum gibt es noch etwas Anderes?

    Weil es eine empfindliche Leitung ist. Im Musikstudio oder auf der Bühne kommen viele Kabel, Geräte und Verstärker, sowie Netzteile und Steckdosenleisten zum Einsatz. Was auf unsymmetrischen Kabel hörbare Einstreuungen ausüben kann.

    Nat. kann man dagegen Schirmen, aber der beste Schirm ist teuer, schwer und dennoch ab einem gewissen Schmutz in der Luft (Elektrosmog) durchlässig.

    Deswegen hat man eine Schaltung erfunden, welche eine Intelligenz hat. Eine Schaltung, welche Störungen in Form von z.B.: Einstreuungen ausfindig macht und wegleitet: Die symmetrische Schaltung.

    Im Grundprinzip kann es nur eine Verschlechterung des reinen Signales bedeuten, aber im Studio klingt viel Elektronik symmetrisch verkabelt besser (Störung-, Brumm- und Rauschärmer). Die XLR Leitung ist ein Beispiel dafür. Nat. kann es auch andere Formen von symmetrischen Leitungen geben.

    Audio-Leitungen sollten allgemein so kurz wie möglich sein um noch präzise sein zu können. Strom fließt übrigens mit annähernd Lichtgeschwindigkeit. Die symmetrischen Leitungen haben auch den Vorteil das sie bei größeren Meter-Zahlen problemloser sind aufgrund der Schaltungstechnik mit eingebautem Analyse-Verfahren. Ein Faustregel ist unsymmetrisch bis 5m, darüber besser symmetrisch.

    Digitale Leitungen sollten möglichst auch nicht zu lang sein (5m Maximum), da es hier tunlichst auf die Präzision ankommt.

    Wer den technischen Kniff der Symmetrierung wissen will, sollte Googlen. Sucht jemand besonders hochqualitative Wandler von unsymmetrischen in symmetrische Leitungen oder umgekehrt (Symmetrierer und Desymmtrierer) , kann bei Funktechnik aus Deutschland fündig werden (FUNK).


    Geändert von Zierenberg (17.11.2015 um 00:32 Uhr)

  7. #17
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    Standard Digitale und analoge Lautstärke

    Die digitale und die analoge Lautstärke - zwei völlig unterschiedliche Welten...


    Jeder kennt es: "dreh doch mal leiser, mach doch mal lauter"... ...digital oder analog, das kann doch nur egal sein. Falsch!

    Da wir es bei dem digitalisiertem Signal mit einer Auflösung zu tun haben, bedeutet hier leiser machen: verkleinern!


    HÄÄ?


    Ja genau, wenn man digital leiser macht (innerhalb der digitalen Welt) verkleinert man die dem Audiosignal zur Verfügung stehende Auflösung.

    Das heißt auf deutsch übersetzt: Wenn ich am Rechner eine CD einlege, genieße ich den 16Bit und 44,1Khz Sound -> aber nur wenn alle digitalen Regler (Player, Windows, etc...) zu 100% raufgeregelt sind!

    Ansonsten kann es sein das am Ende eine "MP3" erklingt, wenn ich ganz, ganz weit runter regle.

    "Aber so laut will ich doch gar nicht hören!"

    Wie wäre es wenn man dann das analoge Gegenstück dann lieber regelt? Z.B.. den externen Kopfhörer Verstärker...
    ...welcher analog arbeitet und quasi das Signal nicht ändert.

    Immer merken: digital die Lautstärke regeln heißt in der digitalen Welt:

    Auflösung ändern.

    Anders ist es bei digital gesteuerten Amps, doch diese findet man im PC oder Receiver gewiss ganz selten


    ANHANG, nicht das jmd das falsch versteht:
    es handelt sich dann um keine Wandlung und keine Komprimierung (MP3 ist so gesehen schon etwas anderes), die Abtastrate bleibt gleich - auch bei leisen Signalen (digital leiser gemachten...), jedoch es kann die volle Auflösung (im Vergleich wie zu einem digitalisierten Foto) dann nicht mehr genutzt werden.

    Das Wäre dann so als ob man das Bild verkleinert, dann können auch nicht alle möglichen Pixel für das Bild genutzt werden, obwohl Full HD der Rahmen ist - nur dieser wäre dann schlicht und ergreifend ziemlich breit und schwarz (verändernd mit der Lautstärke-Regelung - im übertragenen Sinne) ... ...was ja wohl nicht unbedingt ideal sein sollte.
    Geändert von Zierenberg (17.11.2015 um 01:13 Uhr)

  8. #18
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    Standard Der Compressor Teil 1

    Die magische Wunderwaffe - der Audio - Compressor...

    ...aktivieren, Einschalten - Preset (falls digital vorhanden) wählen = ist lauter ist besser ist gut...



    Was ist eigentlich ein Compressor?

    Genau genommen ein Lautstärkeangleicher. Also: auf Maximum = super?

    Nein - um Gottens Willen: NEIN! Evtl. hat jmd es schon mal gehört: den Begriff "totkomprimieren". Ein Fachmann hat es auch mal so beschrieben: "bei einigen neuen Musiken hat man den Eindruck als würde jemand einem permanent in das Ohr schreien".

    Compression ist eine komplexe Sache, also fangen wir mal an:

    Threshold: ist die Eingangsempfindlichkeit, aber nicht der "Gain" wie in Vorverstärkern, zumindest wird damit das Signal nicht direkt lauter! Warum eigentlich nicht (?), nun weil es sich um einen Audio Compressor handelt und nicht um einen normalen Amp. Das Threshold wirkt sich auf die geleistete Arbeit des Kompressors aus. Da die Transiente des Audiosignals sein "Messsignal" ist - wird diese für das interne Analysing "mehr sichtbar" (bei raufdrehen des Threshold) -> so als ob die Sekretärin mehr Aufträge sieht arbeitet Sie automatisch mehr.

    Wieso Analysing, warum ist für die Technik sozusagen nicht sowieso alles "sichtbar"? Weil man den Kompressionsgrad möglichst detailliert einstellen will. Warum? Weil Maximum eben nicht = bestes Ergebnis ist!

    Sozusagen ist der Threshold die Schwelle ab der die Kompression arbeitet.

    Attack: Angriff! Volle Granate - macht sie fertig! Ja richtig gehört wir befinden uns im Krieg. Krieg gegen die Transienten. Was ist eigentlich eine Transiente: nun ein geradliniges, gleichlautes Rauschen hat wohl kaum das was man "Transiente" nennt. Im Gegenzug hat eine angeschlagene Seite eine schön zu betrachtende Transiente: es fängt impulsartig an laut zu werden und wenn man die Seite nicht abdämpft - schwingt diese sanft und lang aus. Transiente verstanden?

    Ist der Attack ganz annähernd auf 0 Millisekunden gestellt, dann "überlegt der Compressor nicht (zögert nicht)" : auf gehts - Vernichten! Wieso denn? Warum vernichten? Wir befinden uns doch im Lautheitskrieg (schon mal "Lautheitskrieg" gegoogelt?)!

    Nein der ist vorbei, die letzten Truppen kämpfen noch - von jetzt an wird nicht länger vernichtet! Von jetzt an wird bearbeitet und das möglichst effektiv. Also doch volle Pulle? Nein, clever mit Verstand und Gehör, ganz so wie es früher einmal war wo nur Leute mit Beruf und Verstand an so teure Technik durften (zumindest meint man das es so gewesen sein musste).
    Am Besten macht man A/B Vergleiche, sonst vergisst das Ohr ganz schnell wie es mal "so schön war, als noch Frieden herrschte".

    Und dann stellt man den Attack etwas herauf und die Hihats atmen wieder, denn diese lässt der Comp nun überleben - ähh unbearbeitet. Darüber "sieht er hinweg." Wieso nur die Hihats?

    Nein nicht nur die Hihats auch die ersten Geräusche aller anderen Instrumente, falls das sein Analysing herausfiltern kann.

    Und was passiert mit dem Rest? Das ist eine schwierige Frage, diese erläutere ich euch in Teil 2....
    Geändert von Zierenberg (17.11.2015 um 22:19 Uhr)

  9. #19
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    Standard synthetische Wärme

    Kennt jeder: warmer und kalter Klang...

    Vorzugweise bietet die Arbeit mit analoger Elektronik/Technik schnell den Vorteil eine gute Wärme in den Klang zu bekommen. Während heute viele digitale Elemente innerhalb einer "beleuchteten" Produktion arbeiten kann das hin und wieder auch die Eigenschaften von sogenennten "kalten oder kühlen" Endergebnissen "auf die Waage" bringen.

    Dagegen gibt es eine Menge Möglichkeiten anzugehen. Z.B.: werden spezielle analoge Bauteile den digitalen Wandlern nachgeschalten/zugemischt. Eine andere Variante ist das digitale emulieren von Wärme, d.h. die Eigenschaften analoger Vorbilder werden nachgeahmt. Funktioniert prächtig, abhängig von der Qualität der Softwares.

    Da es aber nur eine Emulation ist - im Sinne eines additiven "Algorithmus" muss man aufpassen das man nicht "overhoted", d.h. nicht überwärmt. Was bei analoger Technik/Elektronik nicht passieren kann (auf Grund der Abhängigkeit).

    Damit man das nachvollziehen kann : Der digitale "emulative Algorithmus" ist eine additive Berechnung, welche beliebig oft verwendet werden kann. Insofern ist es schön das man "Wärme" beliebigen Maßes hinzufügen kann.

    Analoge Elektronik hingegen hat dafür keine Option, von daher ist es die Eigenschaft, welche auch mehr oder weniger von den Entwicklern ohne Beachtung bleibt, solange es sich nicht um eine spezielle Elektronik handelt... ...Thema: "Optimum" (welches in der Regel das angestrebte Ziel analoger Technik ist).

    Beispiele wären dafür aufwendige Messverfahren die bei der Herstellung analoger Geräte die Kanaltrennung, das Frequenzspektrum, oder den Signal-Rauschabstand beachten.

    Insofern sollte man bei der Verwendung synthetischer (additiver) Wärme darauf achten das man nicht zu der Meinung kommt - diese Option muss immer wenn möglich eingeschaltet oder zugeführt werden.

    Eine Kontrolle bietet sich in wie weit die Durchhörbarkeit der Instrumente bei Verwendung solcher Funktionen erhalten bleibt.

    Geändert von Zierenberg (20.11.2015 um 23:27 Uhr)

  10. #20
    Gott Avatar von Zierenberg
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    Standard Raumeffekte und Bearbeitungs-Positionen

    Spychoakkustik-Prozessoren, Hall, Delay, Stereo-Wide - stereo-EQ, Panorama, seitenunabhängige Compression, MS-Bearbeitungen und Mehrkanal...

    Der Raum will effektiv in Szene gesetzt werden... ...oder auch nicht.

    Um sich reelle (merkbare) Vorstellungen schaffen zu können - sollte man vieles auch ausprobieren. Die welche mit Mehrkanal arbeiten wollen, brauchen spezielles Equipment und so wie bei allen Sachen viel Hörerfahrungen.

    Da Mehrkanal jedoch bisher weniger mein Thema ist, bleibe ich grundsätzlich bzw. voraussichtlich oder vorerst bei der Stereo-Thematik.

    Man kann die Effektivität eines Prozesses vielfältig beinflussen z.B.:

    Ihr habt euren z.B.. Gitarren-Sound puristisch zugeführt/aufgezeichnet und nun wird der Hall addiert. Wars das? Nein, die Gitarristen wissen was sie wollen - oft kommen abgesehen von Verzerrern/Amps ganze Effektketten zum Einsatz.

    Dann gibt es viel daran herum zu spielen und einzustellen, aber irgendwann ist man evtl. an einem Punkt wo man nicht weiter kommt und das Ergebnis immer noch nicht dem heimlichen Vorbild entspricht.

    Nicht vergessen(!): die Position des Effektes oder des bearbeitenden Gerätes (gilt nat. ALLGEMEIN für alle Klangbearbeitungen) in der linearen Verschaltungs-Kette ist ausschlaggebend und ändert grundsätzliche Zusammenhänge der darauf folgenden Bearbeitungen!


    Am Besten merkt es sich an einem einfachen Beispiel: Nehmt mal einen einfachen Klang und führt 2 Effekt-Prozessoren zu, welche nicht parallel arbeiten dürfen - also müssen diese seriell hintereinander geschalten sein.

    Und stellt in zwei Versuchen für jeweils einen Prozessor ein deutliches Delay und für den anderen einen deutlich wahrzunehmenden Hall ein. Bei dem 2. Versuch werden die Prozessoren/Effekte in der Reihenfolge getauscht.

    Es ist ein starker Unterschied feststellbar ob das Delay verhallt wird oder der Hall "verdelayed".

    Ein anderer Versuch noch als Bespiel: Nehmt mal eine Aufnahme und stellt eine relativ starke Kompression ein bzw. legt diese in einer Echtzeitbearbeitung "darüber". Jetzt nehmt ihr einen EQ und positioniert diesen in der Reihenfolge der Bearbeitung vor dem Compressor. Stellt nun ein euch angenehmes und filigran entzerrtes Klangbild ein. Merkt euch die Abbildung oder macht eine Aufnahme davon...

    Wenn ihr nun die Position des EQ in der Reihenfolge der Bearbeitung hinter dem Compressor stellt - werdet ihr feststellen das der Klang nicht der selbe ist wie in der ersten Reihenfolge (EQ vor Comp).

    Falls nötig zeichnet auch das auf und macht später A/B Vergleiche.

    __________________________________________________ ______
    Da für effektive Raumeffekte auch mehrere Prozesse verwendet werden, sollte euch hier wieder die Option einfallen - das sich die Bearbeitung-Ergebnisse mit der Positionierung des Prozesses in der Reihenfolge der seriellen Bearbeitungskette stark ändern können!
    Geändert von Zierenberg (21.11.2015 um 00:41 Uhr)

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