Keyboardforum by Musiker Lanze

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  1. #21
    King Avatar von Zierenberg
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    Standard Mausgeschichten und Kopfhörerenthusiasten

    Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht!

    Man ist schnell mal nen Millimeter zu viel abgelenkt, übermüdet, gestresst oder überfordert - ohne das es dafür Kontrollleuchten an den Händen gibt die radarmäßig leuchten das wir´s dann noch merken würden...

    Die Arbeit im Mastering, im Mixing, in der Klangeinstellung, im Mehrspuredit ist komplex. Es gibt sich viel zu merken, viel auszuprobieren, viele Entscheidungen werden getroffen. Es wird viel gehört und geschaut und geschalten und getan...

    Am Ende steht der Mix oder die Abspeicherung. Am nächsten Tag kann man es nicht glauben, die DAW hat die Plug´s verstellt, man findet seine Version nicht mehr... ..."das habe ich doch nie so eingestellt" - muss ich ja besoffen gewesen sein....

    Kann man auch wirklich treffend so stehen lassen: besoffen von zuviel Klang und Arbeit daran.

    Was kann man dagegen tun, damit so etwas die Ausnahme bleibt und unsere Nerven geschont werden?

    Ich werde mal Stichpunkte machen, möge sich jeder seinen Teil denken und evtl. mal Schmunzeln - doch Probieren geht ja bekanntlich über Studieren: und wer weiß - wenn´s wirkt, dann wirkt´s:

    - Ein Audioprogramm hat gefühlte "tausende" Anzeigen, welche der User ständig überprüft und anvisiert, einfach mal das Fenster ablegen beim hören, dann sieht man mal ein entspannendes Bild auf dem Desktop... ...was da ist Keines? Mach doch mal eines rein, der Rechner wird´s verkraften

    - Du hast vor zu Finalisieren, darauf kommt es an, die CD braucht den ersten Mastertrack? Die Produktion der letzen Woche kann damit fallen oder stehen, Du bist nervös wenn Du schon dran denkst? (Spaß) - nein, jetzt im ernst: dann schlafe vor der Arbeit doch mal nen paar Stunden. Deine Ohren werden es Dir danken....
    ...und das Master-Master evtl. auch... :o

    - Du merkst das Dich deine Arbeit nervt und schon anstengt, dann höre blos auf. Mach mal ne Pause, setz Dich mal ins stille Kämmerlein oder mache einen Spaziergang. Lies doch mal Deine Mails oder sowas...

    - Wenn der Kopfhörer schon ne Stunde am Ohr hängt, ist das filligrane Beurteilen an sich vorbei! Ist nat. nen Unterschied welchen Headphone Du hast, aber nee - ne Stunde und dann besser mal ne Stunde absetzen und nichts hören. :)

    - Arbeit um Geld zu verdienen, Arbeit an der Musik, der Alltagslärm, das Handy, die Nachbarn, das Telefon, spielende Kinder, Hundegebell, Fernsehen, Werbung, Youtube, Werbung, Briefkasten, Werbung und und und...

    UND WIE SOLL MAN DA NOCH IN RRUUHHEE MAASSTTEERRNN???

    Wie wäre es damit: Fernseher auf den Schrott bringen, Youtube deinstallieren, das Handy als Briefbeschwerer nutzen, den Nachbarn zusammen sch... ...äh freundlich auf Ruhe und Ordnung hinweisen, den Hund füttern, den Kindern Geld geben, den Briefkasten zukleben und auf geht´s: es lebe die Arbeit an der Musik!
    Geändert von Zierenberg (21.11.2015 um 02:11 Uhr)

  2. #22
    King Avatar von Zierenberg
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    Standard Der Stereo-Enhancer

    Ach es gibt so lange Effektlisten und darunter verbirgt sich ein kleiner unscheinbarer Kandidat zur Verbesserung der stereophonen Eindrucks...

    ....der Stereo-Enhancer.

    Ein Textabschnitt aus Wikipedia trifft es hier auf den Punkt:

    "Wenn man lediglich direkt aufgenommene Signale mit unterschiedlichen Panpoteinstellungen zwischen den Lautsprechern verteilt, dann werden alle Schallquellen - wie die Hühner auf der Stange - punktförmig auf der Verbindungslinie zwischen den Lautsprechern abgebildet. Es gibt keine Tiefenstaffelung, die durch Laufzeitdifferenzen zu erreichen ist. Darum sind „Stereo-Enhancer“ als Ergänzung beliebt, die versuchen, eine gewisse „Natürlichkeit“ dem Stereoklangbild zu geben, indem sie eine etwas feinere Klangverbindung unter den Schallquellen schaffen. Hierbei wird etwas von der fehlenden Laufzeitdifferenz als Räumlichkeitseindruck hinzugefügt, nicht ohne dabei an die wichtige Anfangszeitlücke zu denken, um die Vordergründigkeit als Näheeindruck zu erhalten."

  3. #23
    King Avatar von Zierenberg
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    Standard lineare und nichtlineare digitale Prozesse

    Allgemein bekannt ist das ein (komplexer) Röhrenklang ein Beispiel für einen nicht-linearen Prozess darstellt (non linear process) , entgegen der Equalizer beispielsweise auf linearer Tätigkeit basiert (linear process).

    Bei der Verwendung von digitalen Nachbildungen solcher Arbeits-Prozesse sollte einem bewusst sein, das für die rechnerische (digitale) Welt ein linear nachzubildener Prozess wie die Faust auf das Auge passt - nicht lineare Nachbildungen hingegen ein "Problem" darstellen.

    Für alle Probleme mit Idealen gibt es Lösungen in Form von Optimierungen, Annäherungen oder Kompromissen - dennoch ist es gut zu wissen für die digitale Arbeit an Audiomaterial, welche Bearbeitung per SE digital gut funktioniert und was eher schwierig ist.
    Geändert von Zierenberg (21.11.2015 um 12:11 Uhr)

  4. #24
    King Avatar von Zierenberg
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    Standard Der Compressor Teil 2

    Besprochen wurde Threshold und Attack, nun geht es weiter:

    DER AUDIO COMPRESSOR II

    "Kamerad Sie haben einen Befehl erhalten: Packen Sie ihre Sachen und ab an die Front!"

    An der Kriegsfront herrscht das meiste Geschehen und da wir ja vom "Krieg gegen die Transienten" sprachen der Vergleich mit der Front...


    Release:
    Wenn der Attack, dank höherer Einstellungswerte einen "Abstand zur Bearbeitung" schafft, dann ist innerhalb der Releasezeit "die Front" zu verstehen in der etwas passiert und zwar wegen den Anteilen des eingehenden Audiomateriales, welche in den Bearbeitungsraum der Kompressions-Einstellungen geraten, d.h. dank Thresholdpegel analysiert werden können.

    Dabei gibt der eigentliche Release-Zeitwert die überblendende Kompressionsdauer an welche abgeschwächt wird. Am Ende der Release-Dauer (nach der vergangenen, eingestellten Zeit) ist der Kompression-Vorgang abgeschlossen.

    "...ja aber wieso arbeitet mein Comp dann immer noch (???)..."

    Weil mit jeder "triggernden" Transiente (Threshold) eine neuer Kompression-Vorgang eingeleitet wird oder aber der bestehende auf Grund des analysierten Pegels (evtl. auch Thema: Envelope-Follower) gehalten wird.

    Wie genau wirkt sich die Kompression aus?

    Nun aus meiner Sicht wird nichts weiter als dynamisch die Lautstärke nach eingestellten "Rahmenbedingungen" pegel-, zeit- & transientenverlaufsabhängig gesenkt.



    Ratio:

    "Tom & Jerry vs STARWARS"... besser kann man den Ratio-Parameter wohl nicht beschreiben.

    Ratio ist aus meiner Sicht das Verhältnis der eigentlichen Compression zum eingehenden Audiomaterial (oder umgekehrt) woraus sich eine einzustellende Bearbeitungstiefe ergibt.

    Ist der Ratiowert zu hoch gedreht, dann fängt die Kompression an wie eine Schlauch-Pumpe, welche Erbseneintopf pumpt zu wirken. Klingt evtl. witzig - macht aber das Audio zu "Klitsche" - mag sein das es Leute die gibt die sowas mögen... ...nur es dürfte nach allen Regeln der Kunst als unnatürlich bezeichnet werden.


    Gain:
    Mit Gain am Compressor ist eine Verstärkung hinter der Kompression gemeint, da Kompression gefühlt den Audiopegel zunächst (ohne Gain) senkt.

    "...Tja, dann wars das was (?), ist doch gar net kompliziert - deine 5 Parameterchen..."

    Nun ja die grundlegenden Compression-Parameter habe ich angesprochen, das ist richtig. Würde man einen idealen 3 Band Audio-Compressor analog bauen hätte der ca. 146 Bedienelemente und 8 Pegelanzeigen und müsste nahezu präzise 30.000,-€ kosten bei einem Gewicht von annähernd 50 Kg.

    Wieso jetzt 3 Band Compressor? Das ist eine interessante Frage: dazu schreibe ich in Teil 3....
    Geändert von Zierenberg (21.11.2015 um 14:00 Uhr)

  5. #25
    King Avatar von Zierenberg
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    Standard Gedanken einer sinnvollen Reihung zur Stereo-Bearbeitung



    "Hallo ich häähte da mal ´ne Frage: Wie bearbeite ich mein Audio am Besten nach?"



    Will man verschiedene Bearbeitungsschritte an einer Audio-Aufnahme zur Nachbearbeitung machen bietet es sich an vorher zu überlegen was man eigentlich so alles verwenden will.

    Denn die Reihenfolge der verschiedenen Arbeitsprozesse beeinträchtigt die Ergebnisse. Letztendlich ist doch klar das man zuerst putzt und dann streicht...
    ...aber was ist Audio-Putz und was Farbe?

    Hier mal eine Beispiel-Bearbeitung: Im Prinzip ist Mix und Master gemacht, jetzt geht es um den letzten Arbeitsschritt: Das Finalisieren von Audiotracks für den Zusammenhang auf möglichst homogen wirkenden CD´s:

    Nein ich meine kein Brennen einer CD, sondern der endgültige Arbeitsschritt, welcher die Musik in ein finales Master-Format überträgt. Diese Aufnahme ist dann nicht weiter dazu gedacht nachbearbeitet zu werden, denn das würde den Sinn hinter einer Finalisierung sprengen. Es handelt sich dann eben um die Version "XXX - XXX (feat. DJ Johann) auf der CD XXX - XXX 2008"...

    Also man hört sich die Version an und macht evtl. auch stichpunktartig Notizen:

    - Lautstärke, - Dynamik, - Rauschen, zu viele Höhen, - Stereo Wirkung, zu wenig Bass...

    Ich denke zur Nachbearbeitung - da hat jeder seine eigenen Rezepte - ich würde es in der Reihenfolge so machen:

    "Verputzen":
    __________________________________________________ _____________
    1. Entrauschen, da das Aufnahmerauschen am Besten linear "gecancelt" werden kann.

    2. Grob Entzerren, der Stereo - Studio - EQ ohne differenzierte Einstellungsmöglichkeiten für beide Seiten ist da optimal.

    3. Fein Entzerren, hier bietet sich ein Master-Equalizer mit differenzierten Einstellungsmöglichkeiten für beide Seiten an. Entzerren bedeutet aber auch nicht, den Traumklang einstellen, sondern nüchtern betrachtet: Eigentlich nur Entzerren... ...manchmal kann Logik auch schön sein! :o
    __________________________________________________ _____________

    "Färben":
    __________________________________________________ _____________

    4. Dynamikbearbeitungen und Wunsch-EQing angehen, ein Studio-Standard ist dabei der SPL Vitalizer (indessen MK II-T). SPL Vitalizer ist angeblich das meist-gesehene elektronische Bearbeitungs-Gerät in Musik Studios... ...analog (777,-) und digital als Plug-In (190,-) erhältlich.
    __________________________________________________ _____________

    "Verzieren":
    __________________________________________________ _____________

    5. Stereo-Wirkung angehen. Im Vitalizer ist auch eine Stereo-Seiten (Wide) Bearbeitung eingebaut. Ich nehme an das diese nicht umsonst kurz vorm Ausgang liegt... ...sollte es nicht so sein (unüberprüft), dann habe ich...

    ...äben danäben gelegen, HA ha HA ha Hä hä Hääää würg, würg...
    ...röchel, rööchel, sterb, steerrb...


    "Hallo wir brauchen einen Notarzt..."

    Notarzt: "Ja wieso, was ist passiert?"

    "Mein Kumpel hat sich - naja - iwie - totgelacht - und nun liegt er da und kann nicht mehr... ...ich glaube er erstickt gerade!"

    Notarzt: "Na dann ist es doch quasi schon zu spät, rufen sie lieber die Polizei... ...außerdem - ich mach grad´ Mittag"

    __________________________________________________ ________

    "Fotografieren":
    __________________________________________________ ________

    6. Die Endlautstärke mit Hilfe von Limitern einstellen. Dazu mache ich noch mal gesondert einen Post!
    Geändert von Zierenberg (21.11.2015 um 19:22 Uhr)

  6. #26
    King Avatar von Zierenberg
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    Standard Der Compressor Teil 3

    5 Grundfunktionen (Threshold, Attack, Release, Ratio und Gain) eines Compressors habe ich schon in Teil 1&2 angesprochen - nun am Beispiel eines 3 Band Compressors:


    DER AUDIO COMPRESSOR III



    Jeder kennt den 3 Band Equalizer: Bass, Mitten, Höhen - Höhen, Mitten, Bass - wie herum man es auch betrachtet, es bleiben 3 Bänder. Genauso ist nun ein 3 Band Compressor aufgebaut. Hier am Drawmer 1973, ein aktuelles analoges Modell, welches für 1.500,-€ als Schnäppchen zu bezeichnen ist.
    Warum? Weil es ein Drawmer 1973 ist, der ist sogar parallel-compressionsfähig - ein Detail mit welchem der hauseigene, nicht mehr hergestellte S3 für anfangs 6.500,-€ nicht mal aufwarten konnte. Man merkt ich bin leicht involviert...

    Auf jeden Fall ein schönes Gerät, man sieht hinten 4 XLR Anschlüsse und ein Kaltgeräte Stecker. 4 XLR Buchsen verraten uns waschmittelartig das es nur stereo IN & OUT gibt. Das wars!

    Was? Nein, Rückseite.... ....nun zur Frontplatte. Am Auffälligsten rechts die beiden analogen VU-Meter, eine klassische Sache... ...ganz ehrlich schaut gut aus, ich finde aber LED-Ketten besser. Ganz egal, so sorgt er auch optisch im Studio mit den zweien "Speziallampen" für Wärme.

    Auf der rechten Seite geht es zur Sache, wenn jmd. sich mit Multiband-Compression noch nie beschaftigt hat kann es sein das die Bedienelemente auf den ersten und zweiten Blick etwas einschüchternd wirken....

    ...doch ehrlich gesagt ist das schon eine reduzierte (besonders einfache) Variante. Sichtbar in einem "X-getrennten-Feld" ist der wichtige Eingangsparameter "Threshold", darunter die Arbeitsaufgaben : vertreten durch Attack, Release und Gain. Ein Regler für die Ratio kann ich jetzt so nicht sehen, der S3 hatte diese auch nicht. Das hat den Vorteil, das man per SE nicht allzuleicht überkomprimieren kann - die Pumpeffekte klingen auch unschön.

    Ich habe dieses Gerät nicht analog zur Verfügung, von daher kann ich nur Oberflächliches berichten: weiter gehts:

    Auffällig ist das 3 nahezu identische "X-getrennte-Felder" mit 2 Reglern (siehe oben) überbrückt werden. Die Übergabe - Frequenz. So wie es in Frequenzweichen bei 3 Wege-Lautsprechern 2 Übergabefrequenzen geben muss. Im Prinzip handelt es sich bei der einstellbaren Sache um 2 Filter, welche mit einem Regler gesteuert werden. Insofern kann man bestimmen wo bei meiner Bearbeitung die Höhen anfangen und wo die Bässe, somit auch wie breit das Mittenband sein soll.

    Ein kleiner Kippschalter pro Band = "X-getrenntem-Feld", welcher jeweils rechts neben dem Threshold liegt gibt mittig gestellt den Status "on", nach oben gekippt den Status "Mute" (aus) und nach unten gekippt den Status "Bypass", wobei das anliegende Audiomaterial pro eingestelltem Band unbearbeitet durchgelassen wird.

    Das Low-band und das High-band haben noch einen Kippschalter links neben dem Threshold, einmal mit einer "Big" und "Air" Bezeichnung. Damit lassen sich ein 4. und 5. "Halfband" aktivieren, man kann aber auch vereinfacht sagen das es sich um Boostschalter handelt, was jedoch nicht exakt richtig ist. Z.B.: kann man damit das Frequenzpektrum erweitern, mit der AIR-Schaltung auch Rauschen verringern - indem man mit dem Gain gegendreht.

    Dann gibt es noch die LED-Anzeigen pro Band. Ja, ja ... immer LED´s ... das kann doch nicht so wichtig sein, alles nur show?

    Die optische Kontrolle bei Kompression ist brutal wichtig, da die viel verrät. Wieviel DB senkt meine Kompression und wann arbeitet sie nicht oder arbeitet sie evtl. immer - obwohl das eigentlich nicht sein dürfte?....

    Also: Kein Spielzeug, keine Weihnachtsbeleuchtung und kein billig-Showeffekt - die LED-Ketten!

    Der Mixregler unter der VU-Beleuchtung :o bietet Dry und Wet und ist die Geheimwaffe des 1973, denn sonst müsste man bei Bedarf aufwendig am Mischpult eine Parallel-Kompression ermöglichen, was dann echt mehr kostet u.a. auch die Nerven belastet und so hat man es im direkt und ohne über "LOS" zu gehen Griff!

    Was ist Parallel-Kompression? Wenn eine Mischung zwischen dem originalem und komprimiertem Signal erstellt wird. Grundsätzlich kann man nicht sagen das einer der beiden Kompression-Arten besser als die andere ist.

    Und dann gibt es noch den Outputgain und den aktiven Geräte-Bypass, ob ein passiver Geräte-Bypass eingebaut ist wie im S3 weiß ich so nicht.

    Achso, alles klar...

    Na?

    ...na was?

    Nichts auffällig`?

    Hm...

    Na gut dann verrate ich es euch: Der Outputgain ist auch an einem Multibandcompressor nur einmal vorhanden.

    ...ja und?

    Wofür sind dann die 3 anderen Gains pro Band?

    Fürs "Equalizing"! Der Drawmer ist gleichzeitig dadurch ein spezieller Equalizer, und alle anderen Mutibandcomps mit Gain pro Band. Heul, heul, schnief, schnief: eine geniale Technik!

    Genug geschwärmt..


    Abschließend möchte ich noch erwähnen das es sich um eine nicht "entlinkbare" stereo Version (keine Dual-Mono-Version) auf Transistor (müsste) Basis handelt, wer echte Röhren erwartet wird enttäuscht werden.

    + 99% Alles
    - 1% fehlender "Link off"
    Geändert von Zierenberg (22.11.2015 um 05:55 Uhr)

  7. #27
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    Haha, geil geschrieben, toller Beitrag, LACH
    Danke Dir

  8. #28
    King Avatar von Zierenberg
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    Hallo Techni7000,


    schön wenn´s gefällt - ist auch wirkl. ein gutes Gerät - besonders wegen dem Aufbau. Es arbeitet sich einfach genial (habe die Vorlage.. ..äh den Vorgänger), weil es auch so übersichtlich ist und dank 4 Bypass Schalter lässt sich auch gut heraus finden ob es besser wird oder nicht bzw. wo es hakt.

    A/B Vergleiche sind gut, weil das Ohr sich schnell gewöhnt... ...und die Kippschalter können gut was ab und sind bei Bedarf rel. leicht austauschbar.

    Grüße,
    René
    Geändert von Zierenberg (22.11.2015 um 14:51 Uhr)

  9. #29
    King Avatar von Zierenberg
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    Standard Der Limiter Teil 1

    DER AUDIO LIMITER

    Auch Peak-Limiter genannt... ...ein Gerät das vielen neuen Musikern beliebt sein sollte - weil man schön laute Aufnahmen abbilden kann, was in der letzten Zeit - innerhalb des "LOUDNESS WAR" (Lautheitskrieg) fälschlicher Weise als Qualitätsmerkmal verkannt wurde und immer noch wird.

    Naja es dauert so seine Zeit bis der letzte kämpfende Soldat bekannt bekommt - das der Krieg schon lääängst vorbei ist. Das haben wir übrigens den Mastering-Experten zu verdanken, welche sich dagegen einsetzen - weil sie den Krach einfach satt haben und nun mit vereinten Kräften (u.a. NuGEN-Audio /ProTools Experts) den Krieg beenden wollen. Viele Internetseiten, welche Radiostream o. Ähnliches (Stream-Audio) bereitstellen haben hierfür auch eine vorgreifende Lösung gefunden.

    Damit der Limiter nicht zum Schlim(m)iter wird:

    Jetzt müsste man soviel schreiben, das ich erstmal ein Inhaltsverzeichnis anlegen sollte - aber nee, das hat ja wieder mit Aufwand zu tun, also versuche ich es kurz und prägnant zu machen.

    Was ist ein Limiter? Wie ein Zoom fürs Bild - nur für das Audiomaterial!

    Wie hört sich das an? Angenehmer oder schlechter, lauter oder leiser.

    Hää?

    Ganz so einfach ist das nicht zu beschreiben. Als Erstes kann man sich eine Regel wieder merken: Maximum ist nicht gleich Optimum! Und genau da fängt der Spaß wieder an:

    Wie funktioniert das Ding? Es werden Peaks sozusagen "weggebrannt", also analog durch Widerstände in Wärme umgewandelt. -> Ja, den Peaks dürfte das gar nicht gefallen, deswegen hört man auch in den teuersten analogen Geräten die Peaks in Form von Verzerrungen "schreien", wenn nur genug davon "ausgelöscht" werden. Digital wird da eigentlich nur analysiert und ja was eigentlich (?) evtl. super-komprimiert (?) - abgeschnitten (?).

    Digitale Limiter klingen in der Regel sauberer - evtl. ein digitales Vorzugs-Terrain (?), allerdings sind die Anforderungen in den Details bei beiden Systemen aufwendig und wie so oft klingt der analoge dabei gut wo der digitale seine "Problemchen" hat und umgekehrt ist es auch so das die analoge Welt "Probleme" in Form von ungeahnten negativ wirkenden "Überraschungen" beschert, wo die digitale Berechnung so richtig aufblüht und besonders unproblematisch ist.


    DIE BEDIENUNG:

    In der Regel hat man es mit 2 oder 3 Reglern (eigentlich pro Seite) zu tun:

    Input Gain, Output Gain und das Ceiling. Was so einfach ist das? Ja, aber die Möglichkeiten der Anwendungen sind enorm und vor allem konkurrenzlos, soll heißen anders kaum oder gar nicht zu bewerkstelligen. Beispiele wären:

    - Übersteuerungsschutz für analoge Eingänge/Ausgänge

    - Übersteuerungsschutz für digitale Berechnung (Clipping)

    - Optimale, gehörschonende und lautsprecherschonende Pegel

    - einheitliche Lautstärken auf Medien


    Ich denke damit macht man hauptsächlich lauter? Ja, so wird der Limiter viel zu oft missbraucht. Ein Beispiel wäre eine "möglichst laute Werbung" - und wie die nerft... (!!!!!!!) ...oder ein super komprimierter und super limitierter Rocksong mit "nahezu stehendem Maximalpegel" als MP3. "Geiler Sound" musste nur noch das Handy per eingebautem "stereo System" richtig laut drehen und auf Arbeit bei laufenden industriellen Maschinen Deinem Kollegen vorspielen -> und dabei 45cm entfernt an den Kopf schreien: GEEILL WA???

    WAAASSS???

    GEEEEILLER SOOOUUUUND WAAAASSS?????



    Ist mir echt mal passiert, ich habe nicht eine Note und nicht ein Instrument, auch kein Wort von Gesang aus der bis zum Bersten quäkenden Handyschleuder gehört. Das war die schlimmste Darstellung von angeblicher Musik was ich je erleben musste. Die 2. Schlimmste habe ich mal selbst extra aufwendig produziert (Rausch-Experiment), aber ich schweife ab und mache ne Pause...

    ...es geht dann weiter in Teil 2...
    Geändert von Zierenberg (22.11.2015 um 18:23 Uhr)

  10. #30
    Süchtiger Avatar von fhw † R.I.P
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    Hallo Rene,
    ich finde das super was Du hier machst...allerhöchsten Respekt...aber mach die Fotos kleiner. Man muß ständig hin und her " fahren " .
    LG
    Heinz

    Technics KN 800, KN 2000 mit HD, KN 5000 mit...CF-Card und KN 7000

    Mein YT-Kanal hi
    er:http://www.youtube.com/user/fhw10/videos?view=0

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